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Rennberichte

Beachrace! Eine Strandparty im November...

Sonne, Wind und Meer: Für viele Urlauber ist das die Erfolgsformel für „die schönste Zeit des Jahres“. Aber mitten im November? Da denken die meisten doch eher an die warme Stube und gemütliche Stunden vor dem Kamin. Auch die meisten Radsportler haben ihre „Leeze“ schon längst winterfest gemacht.


Nicht jedoch vier Mountainbiker vom Bike-Team Baumberge (BTB): Sie ließen sich jetzt auf das Abenteuer ein, beim längsten „Beachrace“ der Welt teilzunehmen - dem 135 Kilometer langen Rennen von „Hoek van Holland naar Den Helder“. Damit gehörten sie zur noch überschaubaren Gruppe von 25 deutschen „Exoten“, die sich unter das gut 800 Teilnehmer starke Fahrerfeld mischte. Und sie zählten am Ende zu jenen 71 Prozent, die das Rennen trotz tiefen Sandes und auffrischender Winde auch tatsächlich beenden konnten.
Beachraces sind Radrennen, deren Streckenführung tatsächlich fast ausnahmslos direkt am Küstenstrand entlang verläuft und wegen des sandigen, unbefestigten Untergrunds auf Mountainbikes bestritten wird. Am Strand fehlen zwar größtenteils die sonst üblichen Höhenmeter, dafür haben die Fahrer aber neben dem schweren Boden vor allem auch mit teils kräftigen Winden zu kämpfen. Beachraces sind in Holland sehr populär und locken regelmäßig die absoluten Topfahrer an den Start. So waren in Hoek van Holland diesmal Olympiasieger Bart Brentjens sowie die Profis Ramses Bekkenk und Bram Rood am Start, die letztlich auch den Sieg in einem spannenden Endspurt ausfochten.


In diesem leistungsstarken Fahrerfeld konnte sich der Havixbecker Lars Lindemann als schnellster BTBler zunächst weit vorne behaupten, verlor dann aber während einer längeren Schiebepassage seinen Trainings- und künftigen Teamkameraden Rembert Noldes, der den Kontakt zu einer schnellen Fahrergruppe halten und bereits auf Platz 20 das Ziel erreichen konnte. Lars Lindemann gelang es zwar, den vielen Stürzen und Unfällen um ihn herum auszuweichen, aber durch den unfreiwilligen Verlust fast aller seiner Energiegels musste er früh mit seinen Kräften haushalten. Außerdem fehlte ihm eine funktionierende Fahrergruppe, um wieder den Anschluss zu weiter vorne fahrenden Radlern herzustellen. Mit den letzten Energiereserven erreichte er nach 5:30,14 Stunden Fahrzeit das Ziel in Den Helder auf einem beachtlichen 49. Platz.


Eugen Schmunk, für den diese langen Distanzen noch eher ungewohnt sind, benötigte bei seiner „Beach-Premiere“ rund eine halbe Stunde länger. Nach genau 6:05 Stunden konnte er als 129. von 576 Finishern das Rennen beenden.


Eine glänzende Leistung zeigte Christian Bülow bei seinem ersten Mountainbike-Rennen. Ihm scheinen solche langen, kräftezehrenden Strecken ohne viele Steigungen zu liegen - oder lag es an der gesunden Nordseeluft? Mit seiner Zeit von 6:20,53 Stunden durfte er sich am Ende über den 199. Platz freuen. Da hatte sich Ausdauerspezialist Klaus Löbbert erst so richtig warm gefahren. Die holländische Nordseeküste ist ihm ja schon zu einem kleinen Teil als Radfahrer aus diesem Sommer bekannt, als er zur Vorbereitung für die 24 Stunden von Duisburg mit Robin Chromik nachts nonstop von Havixbeck nach Ameland gefahren ist. Da waren die 8:33,50 Stunden im Sand doch ein Kinderspiel und der 540. Platz eher Nebensache.

Von links, Eugen Schmunk, Christian Bülow, Klaus Löbbert und Lars Lindemann beim längsten Beachrace der Welt!

Eugen Schmunk und Lars Lindemann sind Trophysieger 2011

Die zwei schnellsten Marathon-Mountainbiker 2011 in NRW bei den Senioren 1 (30+) kommen aus der Baumberge-Region: Während sich Eugen Schmunk nach hartem Kampf den Gesamtsieg über die Kurzstrecke sicherte, konnte sein Vorgänger Lars Lindemann nun auch die Trophäe über die Mittelstrecke gewinnen. Beide Fahrer des Bike-Team Baumberge (BTB) krönten damit eine glänzende Saison des Marathon-Teams, zu dem auch noch der zweite Gesamtplatz von Ellen Vosseberg bei den Seniorinnen 2 (40 +) und der vierte Gesamtplatz von Helge Lindemann in der Herrenklasse (19 - 30) beitrugen.
Zum Saisonabschluss wurde den rund 750 Radsportlern beim 8. Lauf zur NRW-Marathon-Trophy 2011 rund um den Langenberg noch einmal alles abgefordert.
Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur drei Punkten ging Eugen Schmunk in sein Finale. Doch auf alle noch offenen Fragen um den Gesamtsieg wusste er die beste Antwort zu geben: Von Anfang an in der Spitzengruppe fahrend, übernahm er am zweiten langen Anstieg die Führung und fuhr ungefährdet dem Tagessieg über die 44 km-Kurzdistanz entgegen.
Das trotz fast doppelter Streckenlänge (84 km) vermeintlich leichtere Tageswerk hatte Lars Lindemann zu verrichten. Er hatte aus den sieben vorherigen Wertungsläufen ein quasi uneinholbares Punktepolster gesammelt und musste lediglich das Finale bestreiten. Ohne die allerletzten Reserven zu mobilisieren und großes Risiko zu gehen, wurde sein Pflichtrennen dennoch zur Kür, die er als Tagessechster und Dritter der Senioren 1-Fahrer abschließen konnte. Obwohl erstmals 2011 über die Mitteldistanz die Lizenzfahrer mitgewertet wurden, konnte sich Lars Lindemann auch in dieser Wertung den Gesamtsieg sichern.
Ursprünglich wollte auch Ellen Vosseberg über die Mitteldistanz starten. Doch das tolle Wetter lies sie nach einer Rennrunde das Ziel ansteuern. Als zweitschnellste Lizenzfahrerin war sie gleichzeitig fünftschnellste Frau „mit Luft nach oben“, wenn sie von Anfang an „auf kurz“ gefahren wäre. So ging beinahe unter, dass sie „nebenbei“ doch noch den zweiten Gesamtplatz in der Trophy-Gesamtwertung (w Sen 2) erreichte.
„Alle guten Dinge sind vier,“ dachte sich offenbar Helge Lindemann, der als vierter BTB-Fahrer ebenfalls auf dem Podium landete - als Viertbester der Herrenklasse über die Kurzdistanz. Dass es in einem starken Fahrerfeld beim Finale mit einem 17. Platz diesmal nicht erneut für eine einstellige Einzelplatzierung reichte, war da nebensächlich.
Carsten Schmidt wollte auch im Finale seinem Teamkollegen Eugen Schmunk kräftig Schützenhilfe leisten. Doch dessen hohes Tempo konnte er diesmal nicht mitgehen und begnügte sich mit einem 18. Tagesplatz. In der Trophy-Gesamtwertung 2011 erzielte er so Platz 7 bei den Senioren 1. Senior 2-Fahrer Frank Schmitz-Gabriel musste dagegen „auf die Zähne beißen“. Leicht angeschlagen erreichte er als 47. von 165 Fahrern in seiner Altersklasse die Ziellinie.

Die Einsamkeit des Langstrecklers

Radrennen machen einsam - zumindest ab und zu und vor allem, wenn man Lars Lindemann heißt. Dabei hatte der Radsportler des Bike-Team Baumberge (BTB) eigentlich die perfekten Voraussetzungen für einen geselligen Vormittag: Beim 14. Bike-Festival in Willingen gingen über 2000 Bikerinnen und Biker über drei Marathon-Distanzen an den Start. Der Havixbecker entschied sich für die knapp 96 km lange Mittelstrecke mit über 2900 Höhenmetern, durfte aber zu seinem Bedauern nicht aus dem mit allen Topfahrern gespickten ersten Startblock A starten. Zudem wurde sein Startblock C sogar erst eine halbe Stunde später auf die Reise geschickt - damit war ein Aufschließen zur Spitzengruppe von vornherein unmöglich.
Bereits am ersten Anstieg setzte er sich zusammen mit einem tschechischen Fahrer an die Spitze. Nach gut 20 Minuten hatte dieser Zweier-Express schon die ersten Fahrer aus Block A und B eingeholt, der BTB-Radsportler übernahm nun die Führungsarbeit. Nach einem Drittel der Strecke war Lindemann alleine und musste versuchen, das Tempo hochzuhalten. Lediglich das Überholen einzelner zurückgefallener Fahrer aus den frühen Startgruppen sorgte für Abwechslung, die aber auch Zeit kostete.
Nach 4:12.18,6 Stunden Fahrzeit erreichte er als 14. Gesamt (12. Männer) von 369 Finishern das Ziel, ohne wirklich an seine Grenzen gegangen zu sein. Wegen des starken internationalen Fahrerfeldes war der Mountainbiker mit der Platzierung durchaus zufrieden - immerhin lag er nur wenige Plätze hinter dem ehemaligen Olympiasieger Bart Brentjens und über 20 Minuten vor Ex-Telekom-Radprofi Kai Hundertmark. Ein Blick auf das Tableau zeigte ihm aber auch, was zusammen mit „seinen Jungs“ wie Alexander Reebs in der Spitzengruppe möglich gewesen wäre. „So war ich halt der einsame BTBler in den Wäldern um Willingen“, bilanzierte Lindemann anschließend.

Lars Lindemann Bike Marathon 2011 Willingen

Vosseberg und Lindemann führen NRW-Trophy an

Den Mountainbikern des Bike-Team Baumberge(BTB) gelang beim 2. Lauf um die NRW-Marathon-Trophy 2011 erneut der große Wurf. Im sauerländischen Saalhausen konnte Lars Lindemann durch einen zweiten Tagesplatz die Gesamtführung der Mitteldistanz-Fahrer bei den Senioren1(30+) übernehmen, die Ellen Vosseberg bei den Seniorinnen2(40+) durch ihren zweiten Sieg erfolgreich verteidigte.

Bei der Kurzdistanz-Wertung liegt Eugen Schmunk nach seinem vierten Tagesplatz (Sen1) nun auf dem zweiten Gesamtplatz, gefolgt von Helge Fugmann als Achter und Walter Schmetz als Siebzehnter. Und auch Helge Lindemann rückt bei den Männern(19-30) als Tagesneunter auf den sechsten Gesamtplatz vor.

Damit befinden sich nun fünf BTB-Fahrer in ihrer jeweiligen Trophy-Wertung unter den besten Zehn.Schon auf dem Papier bot Saalhausen als zweite Trophy-Station den rund 800 Startern die meisten Höhenmeter an. Dass der Veranstalter Shark-Attack dabei nicht nur eine konditionell fordernde, sondern auch technisch anspruchsvolle Strecke ausgewählt hatte, wurde anschließend von nahezu allen Radsportlern lobend gewürdigt.

Zu einem harten Auslesefahren entwickelte sich schnell der Kampf um den Tagessieg über die Mitteldistanz(ca. 65km/2200Hm).Vom Start weg versuchten die stärksten Fahrer, durch extrem hohes Tempo und Attacken an jedem Anstieg die Führungsgruppe zu verkleinern. Doch erst nach 30 Kilometern fiel die Vorentscheidung. Vor einer extrem steilen "Wand" wusste Lars Lindemann, dass es nur zwei Möglichkeiten geben würde: "Entweder absteigen, oder hochdrücken und Schmerzen ertragen - ich entschied mich für die Schmerzen!"

Die Überwindung zahlte sich aus, nur zwei Mitstreiter konnten folgen. Einer von Ihnen, der Coesfelder Ralph Kröger, fiel im weiteren Rennverlauf zurück, und nach einem technischen Problem beim stärksten Widersacher Alexander Rebs schien sogar der Weg zum Tagessieg für Lars Lindemann frei. Aber Rebs, der nur noch die großen Gänge fahren konnte, flog gegen Rennende dann doch noch am Havixbecker vorbei und gewann verdient, knapp gefolgt vom erneuten Tageszweiten BTBler, der damit die Gesamtführung übernehmen konnte.

In erneut blendender Form präsentierte sich Ellen Vosseberg. Als gute Technikerin und schnelle Abfahrerin kam ihr der Kurs sehr entgegen, und so lief es von Anfang an richtig rund. Ihre Herausforderung besteht dabei weniger im Kampf um "den Sieg bei den alten Muttis"(Zitat Vosseberg), sondern sie möchte mit ihren Möglichkeiten konkurrenzfähig in der Frauenklasse allgemein sein. Und das gelang ihr mit der viertschnellsten Zeit unter 22 Frauen einmal mehr. Einziger Wehrmutstropfen dabei war der knapp verpasste dritte Platz, den sich ihre Konkurrentin etwas unsportlich durch einen männlichen, ständig Windschatten spendenden "Wegbegleiter" sichern konnte. Das nächste "Duell" wünscht sie sich auf jeden Fall sportlich fairer.

Sportlich nicht ganz so zufrieden war dabei Ihr Mann Christian, der als 16. Senioren1-Fahrer das Rennen beenden konnte. Ihm liegen das permanente Drücken und die vielen steilen Anstiege offenbar nicht so sehr, erst die rasante Zielabfahrt kam ihm dann wieder entgegen.Äußerst knapp ging es dagegen auf der Kurzdistanz(ca.38km/1200Hm) zur Sache. Besonders bei den Senioren1-Fahrern ging es bis zum Ziel um Sekunden und jeden Platz. Erneut hauchdünn unterlag dabei Eugen Schmunk im Kampf um Platz drei seinem ehemaligen Teamkollegen Mark Steinweger und musste sich wieder mit der "goldenen Ananas" zufrieden geben. Versöhnen dürfte ihn aber allemal, dass er dadurch den zweiten Gesamtplatz erobern konnte und den Abstand zur absoluten Spitze noch einmal verringern konnte.

Das "Traumpaar" des BTB in Saalhausen bildeten "die zwei Helges" Fugmann und Lindemann, die praktisch vom Start bis ins Ziel unzertrennlich zusammenblieben und sich so gegenseitig fast ins Ziel trugen. Am Ende lag Helge Lindemann als Neunter der Männerwertung lediglich zwei Sekunden vor dem Tageszehnten Senior1-Fahrer Helge Fugmann. Walter Schmetz konnte diesem Pärchen nicht ganz folgen und musste zudem die letzten Rennkilometer wegen eines Schaltungsdefekts mehr im Laufen als 31. Senior1 beenden.

Vom Ergebnis her ganz anders hatte sich Frank Schmitz-Gabriel in seinem letzten Jahr als Senior2-Fahrer(40+) den Saisoneinstieg gewünscht. Doch die durch Rückenprobleme viel zu kurze Vorbereitungszeit und der konditionelle Rückstand ließen sich auch nicht durch Kampfwille allein ausgleichen. Als 43. des Tages war er aber froh, dass er auch diesmal sein Rennen erfolgreich beenden konnte. "Ich habe gleichermaßen gelitten und genossen" war dann sein Fazit über eine Marathonstrecke, die mit der diesjährigen Linienführung auf dem bestem Weg ist, zu einem Marathon-Klassiker und zur Lieblingsstrecke vieler Mountainbike-Radsportler zu werden. Der 3. Trophylauf findet am 16.Juli in Wetter statt.

Der doppelte Helge in Aktion ;-)

Ellen Vosseberg zieht die Kette stramm...

Auch die Kids können es

Viele erfolgreiche Premieren

Technisch anspruchsvoll war der Parcours in Haltern, wo sich gleich ein knappes Dutzend junger Mountainbiker vom Bike-Team Baumberge(BTB) beim dortigen Cross Country-Rennen mit vielen gleichaltrigen Nachwuchsradlern gemessen hat. Je nach Altersklasse starteten sie im 3. Lauf zum Berg Junior Cup (alle Fahrer unter 15) oder im 2. Lauf um den NRW-Cup (über 15), mehrere von ihnen erlebten dabei ihre Rennpremiere.


In der jüngsten Klasse der Bambinis (U 7) wurde Milla Vosseberg 12. und war damit drittschnellstes Mädchen. Ihre rennerfahrenen Mutter Ellen Vosseberg gelang in der stark besetzten Klasse „Frauen Lizenz“ ein siebter Gesamtplatz, was bei gleichzeitig ausgetragenen Landesverbandsmeisterschaften ebenfalls Platz 3 bedeutete. Bei den „Kids (U 9)“ erreichte Millas Bruder Reto als Neunter das Ziel. Im Schlussspurt sicherte sich Lasse Domberg gegen Teamkamerad Jonas Haarmann den fünften Rang.

Bei den Schülern U 11 schlugen sich dabei in ihrem ebenfalls ersten Rennen Paul Mertens als 18. und Malte Bertelmann als 23. des Tages. Ein absolutes Topergebnis gelang in der Klasse Schüler U 15 Till Egbers, der sich einen Tag nach seinem 14. Geburtstag mit dem zweiten Platz selbst beschenkte. Damit wurde er gleichzeitig Vize-Landesverbandsmeister. Nils Möllers wurde 30.
In der Altersklasse U 17, erreichte Niklas Füsting in der Kategorie „Fun“ einen beachtlichen siebten Platz.

Bei den gleichaltrigen Lizenzfahrern fuhr Maik Holtkamp als Neunter über die Ziellinie und war in seinem Block 2 erneut Sieger der separaten Sprintwertung. Dabei musste er sich in der Gesamtwertung nur knapp seinem Bruder Lukas geschlagen geben, der ihm den Titel als tagesschnellster Sprinter noch wegschnappte - im Rennen der U 23-Lizenzfahrer gelang ihm ein neunter Platz. Bei den U 19-Lizenzfahrern beendete der für den SV Steele startende Havixbecker Max Egbers als Achter das Rennen. Allein Aruna Pohl, die bei den „Juniorinnen U 19“ mitfuhr, konnte ihr Rennen wegen eines Plattens nicht beenden.

Ellen Vosseberg gewinnt

Havixbeck - Beim 7. Lauf zur NRW-Marathon-Trophy 2011 rund um den Arnsberger Vosswinkel-Wildwald boten alle fünf Fahrer des Bike-Team Baumberge (BTB) exzellente Leistungen, die mit vordersten Platzierungen belohnt wurden. Und erneut war die BTB-Taktik „Pärchenbildung“ der Schlüssel zum Erfolg: Siege jeweils für Ellen Vosseberg und Lars Lindemann, sechste Plätze für Eugen Schmunk und Helge Lindemann sowie Saisonbestleistung für Frank Schmitz-Gabriel.


Die wortwörtlich engste Partnerbeziehung des Tages bauten dabei Lars Lindemann mit seinem Trainingspartner Rembert Noldes auf. Die beiden jeweils in ihrer Altersklasse Führenden (Noldes bei den Herren, Lindemann bei den Senioren 1) machten fast von Beginn an gemeinsame Sache und mussten lediglich drei die Langstrecke absolvierende Profifahrer ziehen lassen.
Doch 500 Meter vor Rennende platzte plötzlich mit lautem Knall der Hinterreifen von Lars Lindemann. Instinktiv rief ihm Noldes zu, er solle sich auf seinen Lenker legen, damit er den BTB-Fahrer auf dessen Vorderreifen ins Ziel schieben könne. Und genau so passierten beide dann die Ziellinie, noch mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor dem Gesamtdritten.
Der Trophy-Gesamtsieg 2011 ist ihnen nun praktisch nicht mehr zu nehmen, ein Start beim Finale in Langenberg am nächsten Sonntag vorausgesetzt.
Ein bisher noch nicht vereint gewesenes Pärchen bildeten Ellen Vosseberg und Frank Schmitz-Gabriel - zumindest in der ersten Rennrunde. Die BTB-Amazone, traditionell weit vorne startend und ebenfalls auf der Mittelstrecke unterwegs, bekam nach knapp 15 Minuten plötzlich „Begleitschutz“ durch ihren von hinten herangefahrenen Teamkamerad. Der Baumberger befürchtete kurz, zu schnell angegangen zu sein, doch er hatte an diesem Tag offensichtlich „gute Beine“ erwischt und konnte sein Tempo konstant durchhalten - mit Ellen Vosseberg immer an seiner Seite. Nach 32 Kilometern und 1:30:09 Stunden Fahrzeit war für den Kurzstreckler dann das Rennen bereits beendet, Platz 17 unter 67 Senior 2-Fahrern (40+) und mit 873 Trophypunkten die mit Abstand beste Saisonausbeute waren sein verdienter Lohn. Noch einmal so lang benötigte dann seine Begleiterin, bis auch sie ihr Rennen beenden konnte - als ungefährdete Siegerin der Seniorinnen 2 und viertschnellste Frau insgesamt.
Ohne direkten Partner bestritten diesmal Eugen Schmunk und Helge Lindemann ihr Kurzstrecken-Rennen. Dabei erwischte ausgerechnet den nur knapp in der Gesamtwertung der Senior 1-Fahrer führenden Schmunk direkt am ersten Anstieg ein Platten. Doch schnell hatte er einen Ersatzschlauch aufgezogen und sicherte sich durch seinen harten Verfolgungskampf noch den sechsten Tagesplatz. Da seinem härtesten Konkurrenten Daniel Dorsic das gleiche Pech widerfuhr und dieser dadurch keinen Boden gutmachen konnte, behält Schmunk vor dem großen „Showdown“ beim Langenberg-Marathon noch seinen hauchdünnen Vorsprung von vier Punkten.
Lars Lindemann beendete seinen Wettkampf ebenfalls auf einem sehr guten sechsten Platz in der Herrenklasse. Allerdings muss er nun um seinen dritten Gesamtplatz fürchten, da der Tagessieger nun in den letzten vier Rennen vor ihm lag und mit einem erneut guten Platz im Finale den BTB-Fahrer vom Treppchen stoßen dürfte. Doch am Sonntag gilt für alle wieder die (Fußballer-)Weisheit: „Was zählt ist auf´m Platz - und unterm Strich...“

Matsch macht BTBlern nichts

Havixbeck - Schlamm drüber: Beim 4. Lauf um die NRW-Marathon-Trophy im sauerländischen Nordenau hatten die Radsportler des Bike-Team Baumberge(BTB) nicht nur mit knackigen Anstiegen und rasanten Abfahrten zu kämpfen. Der Dauerregen dieses Sommers hatte viele Streckenabschnitte in matschige Rutschpartien verwandelt, die Fahrer wurden dafür mit „kostenlosen Schlammpackungen ohne Krankenschein“ belohnt. Dafür sprangen aber erneut gute Platzierungen für die sieben heimischen Mountainbiker heraus.Am längsten in den Genuss der „verschönenden“ Ganzkörper-Kur kam Matthias Gummelt. Nach längerer Wettkampfpause meldete er sich mit seinem Saisondebüt in Nordenau zurück und absolvierte die etwa 37 Kilometer lange Strecke als 32. Senior 1 (30+) in 2:04:32,2 Stunden, womit er durchaus zufrieden war. Nicht ganz so zufrieden war diesmal Leonard Pieper. Nach 1:44:22,2 Stunden Fahrzeit kam er als 14. der Herrenklasse (19 - 29) ins Ziel und konnte diesmal seinem gewohnten „Dauerpartner“ aus dem BTB-Team, Helge Lindemann, nicht folgen.


Helge Lindemann selbst war offensichtlich gut vorbereitet in den Wettkampf gegangen und konnte daher im vorderen Fahrerfeld mithalten. Mit einer Zeit von 1:37:53,7 Stunden gelang ihm als Tagesneunter der Herren erneut eine einstellige Platzierung, die ihn in der Zwischenwertung derzeit sogar auf einen 2. Gesamtplatz beförderte. Da staunte selbst sein schon erfolgsverwöhnter Bruder Lars Lindemann, der nach seiner Trainingsverletzung sich erstmals wieder an einem Marathon versuchte und diesmal ebenfalls mit der Kurzstrecke begnügte. Doch „langsam“ kannte er natürlich trotzdem nicht: In 1:26:25 Stunden war er der drittschnellste Senior 1 (4. insgesamt) und damit auch als erster BTB-Fahrer im Ziel.


Das Paar des Tages war aber wieder einmal das Duo Carsten Schmidt und Eugen Schmunk. Beide trieben sich gegenseitig über die Trails, praktisch immer nur eine Reifenlänge von einander getrennt. Fast konsequent, dass beide absolut zeitgleich nach 1:30:49 Stunden gemeinsam auf Platz 8 das Rennen beendeten. Eugen Schmunk, der bisher an allen vier Wertungsläufen erfolgreich teilnahm, konnte dadurch seine Führung in der Gesamtwertung der Senior 1-Fahrer weiter festigen.


Frank Schmitz-Gabriel fand als bekennender „Schönwetterfahrer“ dennoch schnell seinen Rennrhythmus, den er bis erstmals in diesem Jahr bis zum Ende durchhalten konnte. Nach 1:53:09 Stunden dauernder Fahrt wurde er als 18. der mit 59 Fahrern zahlenmäßig erneut stärksten Altersklasse der Senioren 2 (40+) gewertet.

Vierer-Mixed-Team gewinnt

Havixbeck - Die Radsportler des Bike-Team Baumberge (BTB) kehrten jetzt erfolgreich von ihrer 24-Stunden-Schicht zurück: Beim berühmten Mountainbike-Rennen „rund um die Uhr“ im Duisburger Landschaftspark Nord sicherte sich das Vierer-Mixed-Team den Sieg. Das Achterteam schrammte mit Platz vier nur denkbar knapp an einem Podestplatz vorbei, das junge Viererteam belegte einen ausgezeichneten zehnten Rang und das Zweierteam kam als 25. ins Ziel. Alle 18 Fahrer - davon eine Fahrerin - blieben von Unfällen und Blessuren weitestgehend verschont, nicht aber von technischen Problemen.


Ein 24-Stunden-Rennen ist immer auch ein Glücksspiel: Zu schnell kann es zu einer Panne oder wegen einer kleinen Unachtsamkeit zum Sturz kommen. Außerdem gilt es, die Konzentration besonders auch in den Nachtstunden wachzuhalten und sich seine Kräfte genau einzuteilen. Diese Grundregeln hatten Lukas Holtkamp und sein Team offenbar verinnerlicht. Der trotz seiner Jugend schon Duisburg-erfahrene Racer - er gewann bereits 2008 und wurde in den Folgejahren jeweils Zweiter - war sich des erneuten Erfolges erst sicher, als auch die letzte von insgesamt 76 Runden nach 24:05:23 Stunden Fahrzeit absolviert war. Zusammen mit Luisa Möser, Manuel Pöter und Markus Chrost gelang ihm damit der erhoffte Sprung auf die oberste Treppchenstufe.

Den Sprung aufs Treppchen denkbar knapp verpasst hat dafür das ambitionierte Achterteam. BTB-Fahrer Lars Lindemann, Carsten Schmidt, Eugen Schmunk, Christian Vosseberg und André van Doornick hatten sich mit den Trainingskameraden Rembert Noldes, Huub Tankink und Bernd Wilmer entsprechend gut verstärkt, starteten aber erstmalig in dieser Konstellation. Und so verloren sie aus taktischer Unerfahrenheit gleich in den ersten zwei Stunden schon wertvolle Zeit auf die führenden Teams.
Als dann auch noch durch einen Schaltungsdefekt eine Runde mit 23 statt der sonst durchschnittlichen 18 Minuten gewertet werden musste, war der Zeitrückstand zu den ersten drei Plätzen praktisch nicht mehr aufzuholen. Ein letzter Versuch am Sonntagmorgen verkürzte den Abstand zwar noch einmal, doch am Ende blieb nach 80 Runden in 24:01:29 Stunden der undankbare vierte Platz.
An so eine Platzierung wagte das Viererteam des BTB erst gar nicht zu denken. Maik Holtkamp hatte mit Florian Kortüm, Christopher Lupton und Nick Wichmann drei „Konkurrenten“ aus dem NRW-Cup um sich versammelt, gemeinsam stellten sie bei fast 2000 Fahrern das jüngste aller 448 Teams. Doch sie spulten „wie die Alten“ souverän ihre Kilometer ab, wechselten fast immer nach jeder Runde und hielten so die Geschwindigkeit hoch. Der verdiente Lohn: Nach 74 Runden in 24:12:50 Stunden ein ausgezeichneter zehnter Platz unter 176 Viererteams.
Weniger um Platzierungen als vielmehr ums „Durchkommen“ ging es dem BTB-Zweierteam. Robin Chromik und Klaus Löbbert hatten sich gewissenhaft auf ihr großes Abenteuer vorbereitet - etwa mit einer „Nachtfahrt“ nonstop von Havixbeck nach Ameland. Und so wussten beide, worauf es für sie in Duisburg ankam: Gleichmäßige Runden fahren, keine Risiken eingehen und versuchen, Pannen zu vermeiden. Nach 24:20:37 Stunden und 58 Runden hatte jeder von ihnen gut 240 Kilometer in den Beinen, damit gelang ihnen ein 25. Platz und der berechtigte Anspruch, „die wahren BTB-Helden von Duisburg“ zu sein.

Das brutalste aller Rennen

Havixbeck - Wem als Radsportler 365 Tage für vier Jahreszeiten zu lang sind, der konnte Anfang Juli dieses „Vergnügen“ an drei Tagen innerhalb weniger Stunden in Österreich „genießen“: Die „Zillertal Bike Challenge“ stellte die Radsportler mit einer Gesamtstrecke von knapp 200 Kilometern und über 10 000 Höhenmetern - nicht nur vom Wetter her - vor eine extreme Herausforderung.


Für Lars Lindemann, Christian Vosseberg, Eugen Schmunk und Carsten Schmidt vom Bike-Team Baumberge (BTB) war das dreitägige Etappenrennen als Saisonhöhepunkt geplant. Alle vier Baumberger starteten in der Gruppe der „Kings“, die im Gegensatz zu den „Princes“ die gesamte Strecke mit dem Rad bezwingen mussten und nicht wie die andere Gruppe an den steilsten Anstiegen per Lift oder Seilbahn hinaufbefördert wurden. Gleich nach dem Startschuss wartete beispielsweise ein durchgehender Anstieg mit 1500 Höhenmetern. „Ein Spaziergang, wie die darauffolgenden Tage zeigen sollten“, so Lars Lindemann. Der Havixbecker war mit dem ehrgeizigsten Ziel („Top 20“) bei einem sehr stark besetzten Teilnehmerfeld angetreten. Bereits auf der ersten Etappe eroberte er den 18. Platz, den er auch nach drei Tagen im Gesamtklassement hielt.

Christian Vossebergs Ziel war, „nach Möglichkeit eine Platzierung unter meiner Startnummer (32)“, was auch ihm - trotz eines Sturzes auf der ersten Etappe - mit dem 31. Gesamtplatz knapp gelang.

Eugen Schmunk peilte einen Rang unter den besten 50 an und erreichte Gesamtplatz 44. Richtig leiden musste dagegen sein Teamgefährte Carsten Schmidt. Dem Kurzstreckenspezialisten waren aufgrund einer Bronchitis die Tagesetappen einfach zu lang und zu hart - er landete am Ende auf Platz 70 von 132 „Kings“, die das Rennen beenden konnten.

Neben extrem kraftraubenden Auffahrten mit Anstiegen von bis zu 35 Grad sorgte vor allem das nasskalte Wetter für schwierige Fahrverhältnisse. Manche Passagen waren unbefahrbar geworden, andere zu steil und rutschig, sodass immer wieder auch geschoben werden musste.

Der Start am zweiten Tag musste aufgrund von Schneefällen in der Nacht um eine Stunde verschoben werden. Zwar war der Schnee dann geschmolzen, dafür aber erwartete die Fahrer beim 2100-Höhenmeter-Anstieg zum Übergangsjoch zunehmende Kälte und erneut frischer Schneefall. Die anschließende Abfahrt erwies sich laut Lindemann als „so steil, das hast du noch nicht gesehen“.

Der letzte Tag bot mit 52 Kilometern bei 3100 Höhenmetern eine sehr, sehr steile Etappe. Besonders auf den letzten Kilometern mit durchschnittlich 22 Prozent Steigung ging es fast allen Teilnehmern nur noch „um ein würdevolles Ankommen“ (Christian Vosseberg).

Im Ziel waren sich alle BTB-Biker einig, dass dies das brutalste aller je von ihnen gefahrenen Rennen gewesen ist.

Carsten Schmidt, Lars Lindemann, Eugen Schmunk und Christian Vosseberg von links

Lindemann und Schmunk übernehmen Gesamtführung

Havixbeck - Endlich hat es geklappt: Beim 3. Lauf um die NRW-Marathon-Trophy in Wetter/Ruhr konnten die beiden Mountainbiker Lars Lindemann und Eugen Schmunk vom Bike-Team Baumberge (BTB) eines ihrer großen Saisonziele erreichen. Lindemann gelang beim 3-Stunden-Rennen der erste Gesamtsieg und Schmunk schaffte beim 2-Stunden-Rennen, nach zuvor einigen vierten Plätzen, als Dritter seiner Altersklasse den ersehnten Sprung aufs Siegerpodest. Mit Helge Lindemann (9.) und Leonard Lukas Pieper (10.) erkämpften noch zwei weitere BTB-Fahrer Top-10-Platzierungen.


Der bekannte „Ruhrbikemarathon“ musste als zeitlich begrenztes Rundstrecken-Rennen durchgeführt werden. Lars Lindemann hatte sich vor dem Start zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit seinem Ahauser Trainingskamerad Rembert Noldes als Erster über die Ziellinie zu fahren. Und fast vom Start weg sollte dieses Vorhaben auch gelingen. Beide arbeiteten harmonisch zusammen, sprengten durch ihr hohes Anfangstempo schon früh das Fahrerfeld und hatten nach einer Runde bereits ein kleines Zeitpolster herausgearbeitet. Als Gesamterster (Lindemann) und -zweiter (Noldes) sicherten sie sich zudem noch den Sieg in ihrer Altersklasse Senioren 1 (30+) und Herren (bis 30) - außerdem führen nun beide auch die Trophy-Gesamtwertung an.

 

Diesen „Platz an der Sonne“ konnte sich nun erstmals auch Eugen Schmunk sichern. Der Kurzstreckenspezialist wurde für seine gute Form belohnt und durfte nun endlich „Blech“ gegen „Bronze“ eintauschen. Mit der Taktik „Flucht nach vorne“ und einer couragierten Fahrt gelang es ihm, als Achtschnellster des Tages Platz 3 in seiner Altersklasse Senioren 1 zu erobern. Noch wertvoller aber ist die gegenwärtige Gesamtführung in der Trophy, die er möglichst lange verteidigen möchte.
Ein sehr erfolgreiches Gespann bildeten auch Helge Lindemann und der erstmalig bei der Trophy gestartete Leonard Lukas Pieper. Wie schon beim Schottener Vulkanmarathon pushten sich beide gegenseitig über den Rundkurs und beendeten das Rennen „Hand in Hand“ als Neunter und Zehnter der Altersklasse Herren. Und beide deuteten an, dass sie als „Marathon-Novizen“ Potenzial nach noch weiter oben besitzen.
Luft nach oben bleibt aber auch für den „BTB-Senior“ Frank Schmitz-Gabriel, der 2011 wohl nicht mehr seine Vorjahresform erreichen wird. Er war das Rennen in Wetter zu schnell angegangen und bekam in der letzten Runde dafür ein gut sechsminütiges „Zeitpäckchen“ aufgeschnürt. So musste er sich schließlich mit Platz 25 bei den Senioren 2 (40+) begnügen.
Der 4. Trophylauf findet am 13. August im sauerländischen Nordenau statt, eine Woche vorher startet der BTB mit drei Teams beim 24h-Rennen von Duisburg.

 

 

Heißer Ritt für BTB-Radsportler

Zum 8. Vulkan-MTB-Marathon traf sich die Rennszene der Mountainbiker jetzt im hessischen Schotten - und es erwartete alle Fahrer ein heißer Ritt. Auch fünf Radsportler des Bike-Team Baumberge (BTB) stellten sich bei sommerlichen Temperaturen der Herausforderung, für zwei von ihnen endeten die Strapazen sogar auf dem Siegertreppchen.


Auf der Sprintstrecke (28 km/735 hm) hatte es Carsten Schmidt besonders mit den „jungen Wilden“ zu tun: Besonders Hessens Top-Nachwuchsfahrer wollten an diesem Tag ihre Klasse beweisen. Bereits am 10 km-langen Anstieg direkt nach dem Start wurde mächtig Tempo gemacht, bis zur Rennmitte waren nur noch drei „Wilde“ und der BTB-Fahrer ganz vorne. Zwei von ihnen konnte auch er nicht halten, mit dem dritten lieferte er sich einen Kampf um den dritten Tagesplatz, den er am letzten Anstieg für sich entschied. In seiner Altersklasse Senioren 1 (30+) bedeutete dies obendrein den Sieg. Teamkollege André van Doornick, beim Marathon Challenge in Offenburg über 32 km noch siegreich gewesen, musste mit muskulären Rückenproblemen kämpfend das Rennen aufgeben.


Den 10 km-langen Anstieg mit gut 500 Höhenmetern hatten auch die Mitteldistanzler (45 km/1045 hm) vom Start weg zu bewältigen. Bereits hier bildete sich ein Führungsquartett, das sich von den übrigen rund 400 Fahrern vorentscheidend absetzte - unter ihnen neben dem frisch gebackenen 12 h-Weltmeister Ulrich Rose auch BTB-Fahrer Lars Lindemann. Dem späteren Sieger Michael Schuchardt konnte niemand mehr folgen, doch im Kampf um das Podest unterlag der Havixbecker nur dem Ausdauerspezialisten Rose um lediglich 28 Sekunden und erkämpfte sich so Tagesplatz 3 und Platz 2 ebenfalls bei den Senioren 1-Fahrern.


Einen ganz starken Einstieg in die Rennsaison gelang Leonard Pieper. In seinem ersten MTB-Rennen als Erwachsener und gleichzeitig dem ersten Marathon überhaupt konnte er beweisen, dass er gut trainiert hatte und bereits zum vorderen Fahrerfeld gehört. Als 72. des Tages und 25. bei den Herren(18 bis 30) konnte er immerhin mehr als vier Fünftel des Fahrerfeldes hinter sich lassen. Lange Zeit mit ihm fuhr der nur etwas erfahrenere Teamkollege Helge Lindemann, den aber dann ebenfalls zunehmend Rückenprobleme ausbremsten, die für ihn keine bessere Platzierung als 111. Gesamt und 32. bei den Herren zuließen. Die staubtrockene, sehr schnelle Strecke war weniger technisch als konditionell - und orthopädisch - anspruchsvoll: Viele Fahrer klagten besonders aufgrund des kontinuierlich langen Anstiegs gleich zum Anfang über Verspannungen und Rückenschmerzen.

Carsten Schmidt

Super-Saisonstart für BTB-Radsportler

Platz 1 für Ellen Vosseberg und in der Teamwertung, fünf weitere Fahrer in den Top Ten
Mit gleich sechs Top Ten-Platzierungen gelingt den Mountainbikern des Bike-Team Baumberge(BTB) bereits beim 1. Lauf um die NRW-Marathon-Trophy 2011 ein grandioser Saisonauftakt. Über die 55km-Mitteldistanz holt sich Ellen Vosseberg bei den Seniorinnen2(40+) den Sieg, Lars Lindemann wird über die gleiche Distanz Zweiter der Senioren1(30+). Auf der 30km-Kurzdistanz erreichen Carsten Schmidt und Eugen Schmunk fast zeitgleich als Dritter und Vierter (Altersklasse Sen1 und Gesamt), dicht gefolgt vom 10. Helge Fugmann und 17. Walter Schmetz bei den Senioren1 sowie Helge Lindemann als Achtplatzierter bei den Männern(19-30).In der Addition der besten fünf Fahrer stellt die BTB-Truppe damit gleichzeitig das schnellste Team.

Der Mega-Sports Marathon in Sundern-Hagen lockte zur Saisonpremiere erneut über 1.600 Radsportler bei besten Bedingungen ins Sauerland.Ellen Vosseberg, schnellste Amazone des BTB, wusste vor dem Start eigentlich nicht so recht, wie es um ihre aktuelle Form steht. Eine schwere Erkältung über die Ostertage hatte sie ausgebremst - aber offenbar nur kurzfristig, wie sie bald nach dem Start merkte. In dem hochkarätig besetzten Fahrerinnen-Feld gelang ihr in 2:39.16 Stunden nicht nur der Sieg in ihrer Altersklasse, als achtschnellste von insgesamt 46 Frauen war sie zudem fast eine Minute schneller als die amtierende Landesmeisterin im Halb-Marathon und Cross Country, Maren Flender.Da in diesem Jahr über die Mitteldistanz auch alle Lizenzfahrer für die Trophy gewertet werden, führt sie nun auch dort die Gesamtwertung an.

Lars Lindemann, letztjähriger Trophy-Gesamtsieger kurz bei den Senioren1, bleibt auch über die Mitteldistanz ein Phänomen. Als Hobbyfahrer musste er sich nach dem Start zunächst an die im Block vor ihm gestarteten Lizenzfahrer - unter ihnen mehrere Bundesliga-Profis und Olympia-Kandidaten - herankämpfen. Zu seinem Erstaunen konnte er nahezu bis zum Schluss in der Spitzengruppe mitfahren, in der wegen des starken Windes ständig Windschatten gefahren wurde. Bergab donnerten die Führenden mit über 60km/h die Strecke hinunter, an jedem Anstieg wurde gesprintet.

"Ich habe noch nie so viele Höhenmeter im Stehen hochgedrückt. Das Brennen der Beine musste ich einfach ausknipsen," so der Havixbecker. Erst am letzten Anstieg verabschiedeten sich dann die absoluten Toppfahrer. Auf den letzten Kilometern kam es dann zu einem Zweikampf um Gesamtplatz 5, den er gegen den "Lokalmatador" Marc Mensenbach um 13 Sekunden knapp verlor. Nach 2:02.13 Stunden erreichte er somit als Gesamtsechster und Zweiter seiner Altersklasse das Ziel.

Der für den ATV Haltern fahrende Havixbecker Lukas Holtkamp fuhr über die selbe Distanz in 2:16.13 Stunden bei den Männern auf den 21. Platz. In einem vergleichsweise langsameren Tempo waren dagegen Robin Chromik und Klaus Löbbert unterwegs. Beide hatten sich zur Vorbereitung für das 24h-Rennen von Duisburg, das sie als Zweierteam bestreiten werden, sogar die 100km-Langdistanz ausgesucht. Doch diese Mammutstrecke schaffte mit Klaus Löbbert nach sechseinhalb Stunden nur einer von beiden, während sich Robin Chromik mit der Mitteldistanz in weniger als vier Stunden begnügte.

Ganz anders dagegen die fünf BTB-Sprinter auf der Kurzdistanz: Carsten Schmidt und Eugen Schmunk fuhren von Beginn an fast Seite an Seite in der Führungsspitze mit. Zwei Fahrer mussten sie zur Rennmitte ziehen lassen, doch am letzten Anstieg begann dann ihr teaminternes Duell "im Kotztempo"(Zitat Schmunk) um den dritten Platz, das Carsten Schmidt mit neun Sekunden vor Eugen Schmunk für sich entscheiden konnte. Helge Fugmann folgte als 21. Gesamt, Walter Schmetz als 51. unter 551 Fahrern(Platz 10 und 17 unter 122 Senioren1).

Da auch Helge Lindemann in seinem ersten Radrennen bereits als Achtplatzierter in der Männerwertung (29. Gesamt) in einer schnellen Zeit finishen konnte, begann anschließend das große Rechnen. Und tatsächlich: In einer Gesamtzeit von 6:39.07 Stunden waren die fünf BTB-Fahrer das schnellste Team. Doch der Titel bleibt ihnen - zumindest zunächst noch - verwehrt, da Teamneuling Carsten Schmidt bei der Anmeldung beim Teamnamen den Zusatz "e.V." vergessen hatte. Dadurch konnte der Computer die fünf Fahrer nicht einer gemeinsamen Mannschaft zuordnen, über einen entsprechenden Änderungsantrag kann erst am Wochenende entschieden werden.

Nach Sundern-Hagen folgt bereits am 14. Mai der zweite Trophylauf in Saalhausen. In der achtteiligen Rennserie werden insgesamt die fünf besten Resultate jeweils über die Kurz- oder Mitteldistanz gewertet, das große Finale findet traditionell am ersten Oktober-Sonntag beim "Langenberg-Marathon" statt.

Ellen Vosseberg in Aktion

Saisonstart der Rennradler bei "Rund um Steinfurt"

"Für die Rennradfahrer des Bike-Team-Bauberge erfolgte am letzten Woche mit dem Rennen "Rund um Steinfurt" die Saisoneröffnung. Bei gemessenen 2,5 Grad "Kälte" starteten Kai Lorenz und Niklas Domberg das Amateurrennen der Klasse Senioren II um 9.00 Uhr. Für die am Start stehenden 120 Fahrer war ein Rundkurs von ca. 9,00 Kilometern zu bewältigen, welcher insgesamt 6 mal umfahren werden musste. Schlüsselstelle war der doch recht gemeine und giftige Anstieg von ca. 1,00 Kilometern zur "Alten Mühle" hinauf.

Das Rennen verlief insgesamt sehr diszipliniert und Stürtze konnten vermieden werden. Diverse Fluchtversuche wurden gestartet und auch Kai Lorenz befand sich in einer dieser Gruppen welche aber immer wieder schnell vom Hauptfeld eingefangen wurden. Gegen Mitte des Rennens konnten 3 Fahrer einen Fluchversuch erfolgreich umsetzen. Diese Fahrer entschieden das Rennen untereinander und das Hauptfeld errreichte geschlossen das Ziel.

In diesem Hautpfeld befanden sich dann auch Kai Lorenz und Nikas Domberg die aber mit dem Saisonauftakt mehr als zufrieden waren. Christian Vosseberg startet im C-Klasse Rennen mit insgesamt 200 Fahrern. Auch Christian war mit seinem Saisonstart mehr als zufrieden und erreichte mit dem Hauptfeld das Ziel. Nach dem Rennen wurde dann noch eine kleine Ausfahrt durch den Baumberg gestartet um dann doch noch einmal Richtig die "Sommerwärme" spüren zu dürfen.


Sonstige Berichte

Ausdauersport ist sein Ding

Er sagt von sich selbst, er sei ein Naturmensch. Und er ergänzt: „Ich liebe es, an meine Grenzen zu gehen und alles aus meinem Körper herauszuholen.“ Eugen Schmunk vom Bike-Team Baumberge (BTB) ist ein begeisterter Mountainbiker. Und das nicht erst seit gestern. „Ich fahre schon ein Leben lang mit dem Rad.“


In seiner Heimat Kasachstan fing das schon als kleiner Junge an und setzte sich 1994 fort, als der heute 35-Jährige mit seinen Eltern nach Detmold zog. Drei Jahre später ließen sich die Schmunks in Münster nieder. Noch heute lebt Eugen Schmunk in der Domstadt und fühlt sich im Stadtteil Gievenbeck pudelwohl. Im Wohnzimmer seiner ruhigen Dachgeschosswohnung hat der gelernte Maler und Lackierer ein Regal angebracht, auf dem zahlreiche Pokale zu finden sind. Eine Trophäe hat es ihm besonders angetan. Zum ersten Mal gewann der Wahl-Havixbecker in diesem Jahr die NRW-Trophy, zu der insgesamt acht Rennen gehören. Die fünf besten Resultate kommen in die Wertung. Eugen Schmunk gewann zwei Veranstaltungen und freut sich auch einige Wochen nach diesem Triumph immer noch sehr über den Pokalgewinn. „Nach meinem dritten Platz im Vorjahr, wollte ich diesmal unbedingt in der Gesamtwertung Platz eins belegen.“ Dies gelang ihm über die Kurzdistanz (bis 60 Kilometer) souverän.

Doch damit nicht genug: Im nächsten Jahr versucht sich der Kasache über die Mitteldistanz (zwischen 60 und 90 Kilometer). Um erneut im Vorderfeld mitfahren zu können, müsse aber die Trainingsintensität erhöht werden. Sechs Einheiten werden dann absolviert - zumeist auf dem Rennrad unter der Woche in den Baumbergen. An den Wochenenden geht es häufig in den Teutoburger Wald, um dort auf dem Mountainbike zu üben. Die Bedingungen dort seien „optimal“, wie der ehemalige begeisterte Ski-Langläufer anmerkt. In seiner Jugendzeit stellte Schmunk auch in dieser Sportart seine Fähigkeiten unter Beweis und schaffte es in Kasachstan sogar bis in den Landeskader. Mit dem Umzug nach Deutschland fiel dann allerdings die Entscheidung, sich voll und ganz auf den Radsport zu konzentrieren.
Die Erfolge geben Eugen Schmunk Recht, der sich in diesen Tagen ein wenig Ruhe gönnt. Mit dem Beach-Race vor knapp drei Wochen in Holland (wir berichteten) ging die Saison zu Ende. Bis zum nächsten Wettkampf am 28. April 2012 in Sundern wird zunächst an der Kondition mit Laufen und Krafttraining gearbeitet. Der Blick von seinem Heimtrainer aus auf die Pokalsammlung dient als zusätzliche Motivation, sich für die nächsten Erfolge „quälen zu wollen“.

 

von Marco Steinbrenner, Nottuln

vom 02.12.2011 Westfälische Nachrichten

Eugen Schmunk 1. Platz Gesammtwertung NRW Marathon Trophy 2011

Nachts per Rad nach Ameland

Havixbeck - Nein, es sind keine „Untoten“, die das Licht des Tages scheuen und nur bei Nacht aus ihrer Gruft steigen: Robin Chromik und Klaus Löbbert vom Bike-Team Baumberge (BTB) haben sich auf ein nächtliches Abenteuer der besonderen Art begeben. Zur Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen in Duisburg, das beide im Zweierteam bestreiten werden, sind die zwei Mountainbiker mal eben von Havixbeck bis zur holländischen Insel Ameland geradelt - nonstop von der Dämmerung bis zum Morgengrauen.


Beide Ausdauersportler hatten sich diese Härteprüfung der extremen Art ausgesucht, um sich körperlich und mental auf die besonderen Strapazen einzustellen, denen sie sich Anfang August erstmals in einem Rennen stellen werden. Denn speziell die „Nachtschicht“ stellt bei dem Radwettkampf „rund um die Uhr“ eine große Herausforderung an die von Müdigkeit und schweren Beinen geplagten Fahrer dar.


Kurz vor Sonnenuntergang erfolgte der Start zur geplanten 215 Kilometer langen Trainingsfahrt, zwölfeinhalb Stunden und tatsächliche 250 Kilometer später hatten sie ihr Ziel erreicht.
Beide gönnten sich zwischendurch lediglich knapp zwei Stunden „Standzeit“ für Kartenstudium, Nahrungsaufnahme und das Auffüllen der Trinkflaschen. Nach dieser speziellen Vorbereitung fiebern die beiden nun ihrer Teilnahme beim größten 24-Stunden-Rennen Nordwestdeutschlands vor der beeindruckenden Zechenkulisse im Duisburger Industriepark Nord in knapp vier Wochen entgegen.

Robin und Klaus mögen es lang und dunkel

BTB-Trainingscamp in Bad Iburg

Havixbeck - „Wie, ist das Wochenende schon vorbei?“ - Ungläubig schauten die Nachwuchsfahrer des Bike-Team Baumberge (BTB) ihren Betreuerstab an, als dieser zum Aufbruch bat. Hinter ihnen lag ein in jeder Hinsicht gelungenes Trainingscamp, das erneut in Bad Iburg im Teutoburger Wald durchgeführt wurde.


Bereits am Freitagabend stand die erste Trainingsausfahrt an, die zum Dörenberg führte. Dort thront auf 352 Metern Höhe der Hermannsturm, der nach 110 Stufen von seiner Plattform eine fantastische Rundumsicht bietet. Nach kurzer Rast ging es dann mit Radbeleuchtung zurück zur Jugendherberge nach Bad Iburg.


Am nächsten Morgen starteten die drei Trainingsgruppen auf die zuvor von den Trainern Helge Fugmann und Eugen Schmunk markierten Strecken. Die Trails mit knackigen Anstiegen und steilen Abfahrten sorgten bei den jungen Mountainbikern für Begeisterung.


Nach der Mittagspause stand der nächste Höhepunkt an: das Staffelrennen. Die Betreuer hatten unterhalb der Jugendherberge einen kniffligen Kurs ausgeflaggt, an dessen Ende die Fahrer dann noch vom Rad springen und eine Naturgolfbahn spielen mussten. Die Siegerehrung mit Preisvergabe sorgte dann für leuchtende Augen: Der münstersche Radprofi Fabian Wegmann hatte extra für den Nachwuchs seinen Spint aufgeräumt und echte Schätze aus seinen Gerolsteiner- und Milram-Zeiten zusammengetragen. Alle BTB-Juniorfahrer machten „fette Beute“ und richteten ein riesiges Dankeschön an Fabian aus. Mit einer zünftigen Grillparty endete der Samstag.


Der Sonntag brachte eine weitere Überraschung: Für den Vormittag waren zwei erfahrene Technik-Trainer engagiert worden, die zweieinhalb Stunden lang zunächst auf einem Übungsparcours mit Tipps die Radbeherrschung zu verbessern halfen, um dann das Gelernte im Gelände zu überprüfen. Die Kids waren begeistert und dankten ihren Trainern Olli und Stefan sehr.

Hoch oben auf dem Hermannsturm über Bad Iburg

Nicht nur im Sattel stark

Havixbeck - Langeweile? Ein absolutes Fremdwort für Lars Lindemann. Wenn der 34-Jährige am Abend von der Arbeit nach Hause kommt, widmet sich der Software-Entwickler seinem großen Hobby: dem Mountainbikefahren.


Begonnen hat alles vor rund zwei Jahren, als er mit seinem Bruder von Salzburg aus mit dem Mountainbike über die Alpen nach Kroatien, dem Heimatland seiner Freundin, fuhr. 1100 Kilometer wurden seinerzeit in acht Tagen zurückgelegt. Der Beginn einer heute großen Leidenschaft, die im Februar 2010 mit dem Vereinsbeitritt ins Bike-Team Baumberge (BTB) seine Fortsetzung fand.
Der gebürtige Münsteraner, vor 15 Jahren „der Liebe wegen“ nach Havixbeck gezogen, kann bereits auf ein bewegtes Sportlerleben zurückblicken. Als Schüler beispielsweise belegte Lindemann im Einer-Kanadier den dritten Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften. Auch als Leichtathlet sprangen beim ESV Münster über die Mittel- und Langstrecke (5000 und 10000 Meter) beachtliche Erfolge heraus. Doch auf Grund einer chronischen Entzündung an den Füßen konnte Lars Lindemann dieser Sportart nicht mehr nachgehen.
Umfangreiche physiotherapeutische Behandlungen brachten über einen Zeitraum von zwei Jahren nicht den gewünschten Erfolg. „Ich musste mir irgendetwas anderes überlegen. Da ich schon immer ein Mountainbike in der Garage stehen hatte, lag dieser Sport sehr nahe.“
Vor vier Jahren sprang bei der ersten Sandsteinmeile in Havixbeck direkt der Sieg heraus. Als Andenken wurde die Trophäe direkt neben den Fernseher platziert. Vor wenigen Wochen triumphierte Lindemann bei der NRW-Marathon-Trophy und gewann souverän die Gesamtwertung. Sechs der insgesamt acht Läufe beendete er als Erster, wobei nur fünf Rennen Berücksichtigung finden. Die maximale Punktzahl von 5000 Zählern wurde deshalb mühelos eingefahren.
Reich werden lässt es sich trotz dieses sehr beachtlichen Triumphs allerdings nicht. „Einen Pokal und einen Sachpreis habe ich bekommen. Das war es.“ Nach dem Erfolg über die Kurzdistanz (Streckenlänge bis 53 Kilometer) peilt Lindemann im nächsten Jahr den Erfolg auf der Langdistanz (57 bis 80 Kilometer) an. „Dann gibt es auch 300 Euro für den Sieger.“
25 Stunden sitzt Lars Lindemann pro Woche auf dem Rad. Im Winter sind es einige weniger, allerdings wird sich auf Grund der frühen Dunkelheit keinesfalls auf die faule Haut gelegt. Vielmehr schnürt er dann die Joggingschuhe und geht laufen. Seine Freundin begleitet ihn auf dem Rad. Doch die Zweisamkeit in der Dunkelheit der Baumberge hat bald ein Ende. Im Juni 2011 wird Nachwuchs erwartet. „So langsam kann ich anfangen, die ersten Trainingspläne zu schreiben“, merkt Lindemann, der sich „nebenbei“ auch noch mit einem Wirtschaftsinformatik-Studium an der Fern-Universität Hagen herumschlägt, mit einem Augenzwinkern an. Keine Sorge: Bei Lars Lindemann wird auch in den kommenden Monaten keine Langeweile aufkommen.
von Marco Steinbrenner, Nottuln

23.11.2010 Westfälische Nachrichten

Lars Lindemann (Foto: Marco Steinbrenner)

Sonne satt beim Sommerfest des Bike-Team Baumberge

Zu ihrem traditionellen Sommerfest trafen sich am vergangenen Sonntag die Radsportler des Bike-Team Baumberge(BTB) auf Gut Holtmann – und wurden einmal mehr mit bestem Wetter verwöhnt.

Nicht zuletzt wegen des WM-Finales war der Beginn diesmal bereits auf 11 Uhr festgelegt worden, was sich bei den hochsommerlichen Temperaturen als gute Wahl herausstellte. Nach je einer einstündigen gemeinsamen Tour für das Juniorteam und einer eineinhalbstündigen Ausfahrt für die Erwachsenen wurde sich bei Gegrilltem, Salaten, Nachspeisen und vielen kalten Getränken gestärkt.

In der großen Runde bei entspannter Stimmung fanden die Anwesenden dann auch mal die Muße, sich nicht nur über das Radfahren auszutauschen. Besonders geehrt für ihre jahrelange vorbildliche Arbeit wurde diesmal Jutta Holtkamp, Leiterin der Jugendabteilung, die vom Vorsitzenden Niklas Domberg als Dankeschön einen Blumenstrauß erhielt.

BTBler beim Sommerfest


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